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Sonntag, 30. Dezember 2012
Ich glaub ich werd spießig. Nur noch selten verwende ich Schimpfwörter, Fäkalwörter und Beleidigungen. Dabei ist es doch so schön. Zum Beispiel im Supermarkt an der Käsetheke, die ja meistens auch gleichzeitig eine Wursttheke ist. Lediglich durch eine dünne Plexiglaswand sind die Waren voneinander getrennt und doch verschmelzen sie ineinader, weil die Verkäuferin mit den schmalzigen Löckchen nicht die Handschuhe wechselt, nachdem sie ein Stück Schweinenacken abgeschnitten hat und danach 100 Gramm vom Österreichischen Bergkäse abschneidet. Gerne hätte ich ihr freudig entgegengebrüllt ob sie abgewichste Schmalzlocke noch alle Tassen im Schrank hat oder ob ihr eines der toten Schweine vor dem Ableben, noch mal kräftig ins Hirn geschissen hat. Habe ich mich aber leider nicht getraut. Schade. Vielleicht hätte ich heute die Chance erneut nutzen sollen, als mir im Bus ein 130 Kilo Mann bei einer Größe von geschätzten 1,35 Metern Höhe volles Mett auf den Fuß trat. Und das obwohl ich saß und er einfach nur einen Fuß vor den anderen hätte setzen müssen um zur Tür zu gelangen. Wer konnte denn ahnen, dass er nen Seitwärts-ausfall-schritt tätigt? Gerne hätte ich ihn gefragt ob er, der Bruder von Hagrit, weiß wie es sich anfühlt wie es ist einen benutzen Tampon in die Nase gedrückt zu bekommen und wenn nicht er es gleich mal rausfinden könnte, wenn er mir noch eine weitere Sekunde den Fuß zermalmt. Hach. Leider bin ich zu nett. Oder uncool. Je nach dem von welchem Standpunkt man/frau es sehen mag. Sido zum Beispiel, ist allerdings schon sehr cool. Er ist ja schließlich auch ein bekannter Rüpelrapper, der bereits einen Song über das gewaltsame Eindringen seines Gliedes in einen weiblichen Anus veröffentlichte. Vielleicht sollte ich mich moralisch daran orientieren. Arschfotze. Hihi.
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