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Samstag, 27. Oktober 2012

Im Grunde

sind Sozialarbeiter_innen nichts anderes als Busfahrer_innen. Sie begegnen einem Menschen der mehr oder weniger freiwllig zu ihnen kommt und etwas will. Eine Dienstleistung. Ein Ticket. Ein Ticket zum erreichen eines Ziels. Egal was für ein Ziel oder welche Rolle es spielt. Die beiden bestreiten eine gewissen Wegstrecke zusammen und im Idealfall steigt der/die Klient_in aus, ohne dass man ihn/sie dazu auffordern muss. Zugegeben, zwischen Ein- und Aussteigen passiert ne ganze Menge in dem Menschen. Äußere Einflüsse und Eindrücke, bestimmten das weitere Handeln und wie bequem der Mensch das Ziel erreicht, ob schnell oder langsam. Aus Sozialarbeiterischer Sicht ist es wohl besser, wenn der Mensch sich nur kurz an einer grauen Stange festhält und sich gar nicht erst hinsetzt. Die Gefahr, dass er länger dort bleibt und sich an die warme Heizung, die weichen Polstersitze und die Panoramafenster gewöhnt ist recht hoch. Das Ziel Sozialer Arbeit ist, dass es keine Soziale Arbeit mehr gibt. Die Menschen sollen ihre Ziele selbst erreichen, ohne Ticket mit Pipapo! Doch eigentlich ist Soziale Arbeit ja wie Bus fahren. Beides wirds vermutlich immer geben. Ob das alles so eine wasserdicht ist, bezweifle ich selbst- aber irgendwie kam mir dieser Gedanke auf als ich Bus fuhr. Ich wollte nämlich eigentlich Busfahrerin werden.

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